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<title>Doppelflöte</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Doppelflöte</span></h1>
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<p>Eine <b>Doppelflöte</b> ist eine <a href="Fl%C3%B6te" title="Flöte">Flöte</a> mit zwei separaten oder miteinander verbundenen Spielröhren, die zugleich angeblasen werden. In Europa bestehen Doppelflöten üblicherweise aus einem Holzstück, das zwei über Kernspalte angeblasene Spielröhren enthält, seltener kommen gedoppelte <a href="L%C3%A4ngsfl%C3%B6te" title="Längsflöte">Längsflöten</a> ohne <a href="Pfeife_(Tonerzeuger)#Terminologie" title="Pfeife (Tonerzeuger)">Kernspalt</a> vor und eine Besonderheit stellen in Indien ungefähr mittig angeblasene <a href="Querfl%C3%B6te" title="Querflöte">Querflöten</a> dar. Je nach Anordnung der beiden Grifflochreihen sind Doppelflöten für ein zweistimmiges Melodiespiel, ein Zweiklangspiel mit einem festen Intervall (Akkordflöte), einen Zusammenklang zweier annähernd gleicher Töne, der eine <a href="Schwebung" title="Schwebung">Schwebung</a> bewirkt, oder – wie in den meisten Fällen – für das Spiel einer Melodie- und einer zweiten liegenden Stimme (<a href="Bordun" title="Bordun">Bordun</a>) geeignet.
</p><p>Umgangssprachlich, aber <a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">instrumentenkundlich</a> falsch werden gelegentlich auch andere gedoppelte <a href="Holzblasinstrument" title="Holzblasinstrument">Holzblasinstrumente</a> (Doppelblasinstrumente, auch Doppelpfeifeninstrumente) mit <a href="Einfachrohrblattinstrument" title="Einfachrohrblattinstrument">Einfachrohrblatt</a> „Doppelflöte“ genannt, des Weiteren kommt der antike griechische <a href="Aulos" title="Aulos">Aulos</a>, das bekannteste aus zwei Spielröhren bestehende <a href="Rohrblattinstrument" class="mw-redirect" title="Rohrblattinstrument">Rohrblattinstrument</a>, in der älteren Literatur als „Doppelflöte“ vor.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> bezeichnet <i>Doppelflöte</i> einen <a href="Liste_von_Orgelregistern#D" title="Liste von Orgelregistern">bestimmten Pfeifentyp</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft">Herkunft</h2></div>
<p>Unterschieden wird zwischen (1) Doppelblasinstrumenten aus zwei separaten Spielröhren wie dem antiken Aulos, die in einem veränderlichen Winkel zueinander zugleich angeblasen werden, (2) Instrumenten mit einzeln angefertigten und dann parallel verbundenen Spielröhren wie dem in der <a href="Arabische_Musik" title="Arabische Musik">arabischen Volksmusik</a> gespielten Einfachrohrblattinstrument <i><a href="Zummara" title="Zummara">zummara</a></i> und (3) Doppelflöten, die aus einem Holzstück mit zwei Bohrungen bestehen wie den in der Volksmusik der <a href="S%C3%BCdslawen" title="Südslawen">Südslawen</a> verwendeten Doppelflöten und der historischen Akkordflöte. Die Art der Tonerzeugung ist von dieser Formunterscheidung unabhängig. In Europa kommen von der <a href="Steinzeit" title="Steinzeit">Steinzeit</a> bis in die traditionelle gegenwärtige Volksmusik Flöten fast nur mit Kernspalt vor. Randgeblasene <a href="L%C3%A4ngsfl%C3%B6te" title="Längsflöte">Längsflöten</a> gehören zum orientalischen Kulturbereich, wo sie seit den <a href="Mesopotamien" title="Mesopotamien">mesopotamischen</a> Kulturen ab der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. nachweisbar sind,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Querfl%C3%B6te" title="Querflöte">Querflöten</a> waren und sind in Europa weitgehend der Kunstmusik vorbehalten.
</p><p>Eine entwicklungsgeschichtliche Abfolge der Flötentypen in der Steinzeit, wie sie <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> ausgehend von der <a href="Eintonfl%C3%B6te" title="Eintonflöte">Eintonflöte</a> mit Kernspalt vorschlug (vor allem in <i>Geist und Werden der Musikinstrumente</i>, Berlin 1929), ist kaum aufrechtzuerhalten, da grifflochlose Knochenflöten und Knochenflöten mit Grifflöchern gleichzeitig verwendet wurden und möglicherweise unterschiedliche Funktionen hatten.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus der europäischen Steinzeit sind keine Fundstücke von Doppelflöten erhalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Altertum">Altertum</h3></div>
<p>Doppelblasinstrumente, die aus zwei separaten, von einem Spieler zur selben Zeit geblasenen Einfach- oder <a href="Doppelrohrblattinstrument" title="Doppelrohrblattinstrument">Doppelrohrblattinstrumenten</a> bestehen, sind seit der <a href="Kykladenkultur" title="Kykladenkultur">Kykladenkultur</a>, ab dem 3. Jahrtausend v. Chr., aus dem östlichen Mittelmeerraum von Abbildungen bekannt. Dass es sich nicht um Flöten handelte, ist auf späteren <a href="Griechische_Vasenmalerei" title="Griechische Vasenmalerei">Vasenmalereien</a> erkennbar, die <i>Auloi</i> (Plural von <i>Aulos</i>, Einfach- oder Doppelrohrblatt) mit häufig leicht konischen Spielröhren und dünnen Mundstücken zeigen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ansonsten ist bei den zahlreichen Darstellungen von Doppelblasinstrumenten im antiken Mittelmeerraum und Alten Orient häufig nicht klar zu bestimmen, ob nach der grundsätzlich unterschiedlichen Art der Tonerzeugung Rohrblattinstrumente oder Flöten abgebildet sind. Eine zur frühbronzezeitlichen <a href="Keros-Syros-Kultur" title="Keros-Syros-Kultur">Keros-Syros-Kultur</a> gehörende, 20 Zentimeter hohe Figurine aus Marmor wurde zusammen mit einem Harfenspieler auf der griechischen Insel <a href="Keros" title="Keros">Keros</a> gefunden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Figurine bildet eine Gruppe von mindestens vier Holzblasinstrumentenspielern, von denen die anderen jedoch nicht vollständig erhalten sind, außerdem gehören zwei Panflötenspieler zu dieser am Übergang der Steinzeit zu einer frühen Hochkultur entstandenen Gruppe.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei einer der männlichen Figuren aus Keros wächst eine breite Spielröhre aus deren vorgestrecktem Kinn nach vorn. Der Musiker hält sein Einzelblasinstrument wie die zwei Spielröhren der abgebildeten Figur mit beiden abgewinkelten Armen. Wegen des breiten Mundstücks der einzelnen Spielröhren hält <a href="Hermann_Alexander_Moeck" title="Hermann Alexander Moeck">Hermann Moeck</a> (1951) diese Figur für den frühesten Beleg einer europäischen Doppelflöte vom selben Typ, den heute die Südslawen auf dem Balkan spielen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Zu den in die Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. datierten Funden der <a href="Sumer" title="Sumer">sumerischen</a> Musikkultur aus den <a href="K%C3%B6nigsgr%C3%A4ber_von_Ur" title="Königsgräber von Ur">Königsgräbern von Ur</a> gehören Schrifttafeln und <a href="Rollsiegel" title="Rollsiegel">Rollsiegelabdrücke</a>, die Rund<a href="Harfe" title="Harfe">harfen</a>, <a href="Leier_(Zupfinstrument)" title="Leier (Zupfinstrument)">Leiern</a> und Längsflöten zeigen sowie bruchstückhafte Darstellungen von <a href="Trompete" title="Trompete">Trompeten</a> und zwei silberne Röhren mit Grifflöchern, die als Doppeloboe (Doppelrohrblattinstrument) gedeutet werden. Aus <a href="Altbabylonische_Zeit" title="Altbabylonische Zeit">altbabylonischer Zeit</a>, Anfang des 2. Jahrtausends v. Chr., stammen mehrere Tonfiguren von Affen, die auf einer Flöte oder einer Doppeloboe spielen. Aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. sind zahlreiche Darstellungen von Doppelblasinstrumenten auf Tonreliefs überliefert, weil diese unter Verwendung von <a href="Model_(Form)" title="Model (Form)">Modeln</a> serienmäßig angefertigt wurden. Bei einer stilisierten Tonfigur eines Mannes mit abgewinkelten Armen, der mit beiden Händen ein Doppelblasinstrument hält, ist dieses als Ritzzeichnung auf seiner Brust dargestellt. Zwei Reihen mit jeweils acht eingedrückten Mulden sollen die Fingerlöcher markieren. In <a href="Larsa" title="Larsa">Larsa</a> wurde eine Affenfigur mit einem Doppelblasinstrument ausgegraben, deren Spielröhren ungleich lang sind.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im ägyptischen <a href="Altes_Reich" title="Altes Reich">Alten Reich</a> in der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr. wurden Flöten, Doppelflöten und Rohrblattinstrumente gespielt. Doppelblasinstrumente, die wahlweise als „Flöten“ oder „Oboen“ bezeichnet werden, gab es den Texten oder Abbildungen zufolge auch bei den <a href="Hethiter" title="Hethiter">Hethitern</a>, in <a href="Neo-hethitische_Staaten" title="Neo-hethitische Staaten">späthethitischer</a> Zeit und im <a href="Assyrisches_Reich" title="Assyrisches Reich">Assyrischen Reich</a>. An vielen Fundorten in <a href="Mesopotamien" title="Mesopotamien">Mesopotamien</a> wurden weibliche Tonfiguren aus <a href="Seleukidenreich" title="Seleukidenreich">seleukidischer</a> Zeit ausgegraben, die erkennbar gedoppelte Rohrblattinstrumente in den Händen halten und eine lange, kontinuierliche Tradition von Doppelblasinstrumenten belegen. Am großen Tempel der <a href="Partherreich" title="Partherreich">parthischen</a> Stadt <a href="Hatra" title="Hatra">Hatra</a> ist aus der zweiten Bauphase (etwa 80 bis 150 n. Chr.) ein Relief mit einem Spieler einer Doppeloboe erhalten. Dies ist die früheste bekannte Abbildung eines Doppelaulos in Mesopotamien mit drehbaren Metallringen, die über die Spielröhren geschoben werden, um durch Abdecken einzelner Grifflöcher die Tonlage des Instruments zu ändern. Sollte das gewünschte Griffloch offen sein, drehte der Spieler den Ring, bis dessen Öffnung genau über dem Griffloch lag. Diese Drehringe waren bereits im antiken Griechenland und im <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reich</a> bekannt und gelangten zusammen mit der <a href="Panfl%C3%B6te" title="Panflöte">Panflöte</a> (<i>syrinx</i>) ins Zweistromland.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Unter den in der Bibel erwähnten Musikinstrumenten wird der Name <i><a href="Chalil_(Instrument)" title="Chalil (Instrument)">hālīl</a></i> (von der <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">hebräischen</a> Wurzel <i>ḥll</i>, „aushöhlen, durchbohren“) unterschiedlich als gedoppeltes Rohrblattinstrument, Flöte Doppelflöte oder als Sammelbezeichnung für Blasinstrumente interpretiert.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Euterpe" title="Euterpe">Euterpe</a>, eine der <a href="Muse_(Mythologie)" title="Muse (Mythologie)">Musen</a> der <a href="Griechische_Mythologie" title="Griechische Mythologie">griechischen Mythologie</a> wird häufig mit einer Flöte oder einem Doppelaulos als ihrem Attribut abgebildet. Sie gilt als Erfinderin der Auletik, in der älteren Literatur mit „Flötenspiel“ übersetzt,<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dem instrumentalen Vortrag auf dem Aulos. Durch die Flöte steht sie mit der Kunstgattung der gesungenen Poesie in Verbindung, bei der ein solistischer Sänger von einer Flöte begleitet wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Europäisches_Mittelalter_und_Westeuropa"><span id="Europ.C3.A4isches_Mittelalter_und_Westeuropa"></span>Europäisches Mittelalter und Westeuropa</h3></div>
<p>Edward Buhle (1903) bildet mehrere Musiker mit Doppelblasinstrumenten auf Miniaturen des 10. bis 13. Jahrhunderts ab, auf denen jedoch nicht erkennbar ist, ob es sich um Doppelflöten handelt. Buhle hält die Darstellungen für eine aus der Antike übernommene Tradition von Blasinstrumenten, die in jener Zeit in Europa nicht mehr in Gebrauch waren.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit dem frühen Mittelalter werden in Europa gedoppelte <a href="Kernspaltfl%C3%B6te" title="Kernspaltflöte">Kernspaltflöten</a> verwendet; wann sie erstmals auftreten, ist jedoch unklar. Der französische Komponist und Dichter <a href="Guillaume_de_Machaut" title="Guillaume de Machaut">Guillaume de Machaut</a> (1300/05–1377) schreibt in <i>La Prise d’Alexandrie</i> über die Doppelflöte die Verszeilen:
„Et de flajos plus de x paires, c'est-à-dire de xx manières, tant de fortes comme des légères“ (deutsch: „Und mehr als 10 Paar Flöten, also 20 Stück, so laut wie leise“).
</p><p>Auf einer englischen Miniatur aus dem 14. Jahrhundert ist in der Mitte ein Akrobat im Handstand zu sehen, der von einem Musiker mit Doppelflöte und einem weiteren Musiker mit <a href="Einhandfl%C3%B6te" title="Einhandflöte">Einhandflöte</a> und <a href="Tabor_(Trommel)" title="Tabor (Trommel)">Tabor</a> flankiert wird. Der Spieler der Doppelflöte hält die beiden Rohre in spitzem Winkel auseinander.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Ein Fresko in der Unterkirche der <a href="Basilika_San_Francesco" title="Basilika San Francesco">Basilika San Francesco</a> in <a href="Assisi" title="Assisi">Assisi</a> von 1322–1326 zeigt einen Musiker mit zwei Kernspaltflöten, die er in einem spitzen Winkel auseinanderhält. Der Musiker ist kaum in der Lage, seine Flöten zu fassen, die außerdem mehr Löcher haben als er mit den Fingern erreichen kann.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine einteilige Doppelflöte spielt eine auf einem Schwan sitzende Dame, die <a href="Baccio_Baldini" title="Baccio Baldini">Baccio Baldini</a> (um 1436–1487) etwa 1470 als Kupferstich mit dem Titel <i>Musik</i> darstellt. Das kurz nach 1500 entstandene Wandbild <i><a href="Mari%C3%A4_Aufnahme_in_den_Himmel" title="Mariä Aufnahme in den Himmel">Mariä Aufnahme in den Himmel</a></i> des italienischen Malers <a href="Girolamo_di_Benvenuto" title="Girolamo di Benvenuto">Girolamo di Benvenuto</a> (um 1470–1524) in der Kirche Santa Maria in Portico a Fontegiusta in <a href="Siena" title="Siena">Siena</a> zeigt eine Doppelflöte mit einer kürzeren rechten Spielröhre. Der Haushaltsbuchführung des Herzogs <a href="Karl_der_K%C3%BChne" title="Karl der Kühne">Karl der Kühne</a> von 1457 ist zu entnehmen, dass der Spieler einer Doppelflöte eine Bezahlung erhielt. Der Komponist <a href="Johannes_Tinctoris" title="Johannes Tinctoris">Johannes Tinctoris</a> gebrauchte um 1484 für ein Doppelblasinstrument, das bei einer Komposition zu spielen sei, das Wort <i>tibia</i>, das jedoch mehrdeutig ist, da es bei den Römern die lateinische Bezeichnung des Rohrblattinstruments Aulos war. Im 16. Jahrhundert waren wohl Doppelblasinstrumente in Westeuropa häufig Doppelrohrblattinstrumente.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit dem 16. Jahrhundert kommen zwei verschiedene Typen von Doppelkernspaltflöten vor. Der eine Typ besitzt eine ungleiche Anzahl von Fingerlöchern in beiden Reihen, sodass eine Spielröhre für einen Bordunton gebraucht worden sein könnte. Als Borduninstrumente zur Gesangsbegleitung wurden jedoch seit dem Mittelalter <a href="Sackpfeife_(Musikinstrument)" class="mw-redirect" title="Sackpfeife (Musikinstrument)">Sackpfeifen</a> und <a href="Drehleier" title="Drehleier">Drehleiern</a> bevorzugt. Laut einem Stuttgarter Kapellinventar von 1589 gebrauchte man die Doppelflöte zu jener Zeit nur noch beim „Fastnachtsspiel“. Bei einer im <a href="All_Souls_College" title="All Souls College">All Souls College</a> in Oxford befindlichen Doppelflöte aus dem 16. Jahrhundert sind die aus einem Holzstück ausgebohrten Spielröhren unterschiedlich lang und im Abstand einer <a href="Quinte" title="Quinte">Quinte</a> gestimmt. Sie haben jeweils vier verschieden angebrachte Fingerlöcher und ein Daumenloch, die mit den Fingern beider Hände unabhängig zu spielen waren.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Beim anderen Instrument bläst der Spieler durch ein Mundstück zwei unterschiedlich positionierte Schneidenkanten an und deckt mit jeweils einem Finger die eng nebeneinander in einer gemeinsamen Mulde liegenden Grifflöcher der beiden Spielröhren ab.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach niederländischen Quellen soll der in Amsterdam wirkende Instrumentenbauer Michiel Parent (1663–1710) um 1700 diese Doppelblockflöte oder „Akkordflöte“ erfunden haben,<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wobei bereits am 20. Januar 1667 der englische Chronist <a href="Samuel_Pepys" title="Samuel Pepys">Samuel Pepys</a> (1633–1703) in seinem Tagebuch von der musikalischen Mode mit einem Vorläufer der Doppelblockflöte schreibt, nämlich „zwei Flöten derselben Tonlage miteinander zu verbinden, damit ich auf einer spielen und das dann auf der anderen als Echo wiederholen kann, was sich außerordentlich hübsch anhört.“<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus dem 18. Jahrhundert sind Doppelflöten mit ungleich langen Spielröhren und Akkordflöten mit versetzt angebrachten Schneidenkanten erhalten, die einen <a href="Terz_(Musik)" title="Terz (Musik)">Terzakkord</a> produzieren. Die Akkordflöte entwickelte sich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts weiter. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie vom Basler Holzblasinstrumentenbauer Christian Schlegel (um 1667–1746) unter dem Namen „Plattflöten“ aus einem flachen Holzstück angefertigt. Ein in einem Katalog von 1906 des Historischen Museums in Basel aufgeführtes Exemplar hat sieben Fingerlöcher pro Spielröhre und ist aus dunkelrot lackiertem Obstbaumholz gefertigt. Der Basler Kapellmeister und Komponist Jakob Christoph Kachel (1728–1795) schrieb zu Schlegels Flöten (in einem mit „Historischer Versuch über die Musik“ betitelten Manuskript):<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die Doppelflöte, oder Plattflöte, darauf man kleine Stücklein terzenweise spielen kann, hat vor 40 Jahren der alte Schlegel in Basel, des nunmehr verstorbenen Vater erfunden. Ist mit seinem Erfinder verschwunden.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Schlegel war nicht der Erste, dem die Erfindung der Doppelflöte zugedacht wurde. Nach ihm erfand der englische Instrumentenbauer William Bainbridge um 1806 in London ein <a href="Flageolett" title="Flageolett">Flageolett</a> mit zwei umgekehrt konischen Spielröhren, die über eine gemeinsame Windkammer mit Luft versorgt werden. Der Spieler bläst über ein Schnabelmundstück in diese Kammer und kann über einen eingesetzten, steuerbaren Klappenmechanismus eine der beiden Spielröhren schließen. Die rechte Spielröhre hat vier Grifflöcher, die linke sieben. Beim größeren Tenor-Doppelflageolett beträgt der Tonumfang rechts d<sup>1</sup> bis b<sup>2</sup> und links fis bis a<sup>2</sup>. Das etwas kleinere Modell <i>Octave</i> ist eine <a href="Quarte" title="Quarte">Quarte</a> höher auf den Grundton G gestimmt.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitte der 1820er Jahre führte Bainbridge noch ein Tripelflageolett (<i>tenor triple-flageolet</i>) ein, deren drei Röhren (die dritte ist eine Bordunpfeife) wie beim indischen Einfachrohrblattinstrument <i><a href="Pungi" title="Pungi">pungi</a></i> in einer runden starren Windkapsel stecken. Das Tripelflageolett war eine relativ kostspielige Rarität.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anfang des 20. Jahrhunderts waren Doppelflöten in Westeuropa weitgehend verschwunden.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Echoflöte"><span id="Echofl.C3.B6te"></span>Echoflöte</h3></div>
<p>Der Name <i>fiauto d’echo</i> ist vor allem bekannt, weil <a href="Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach">Johann Sebastian Bach</a> ein so genanntes Instrument für sein <i><a href="4._Brandenburgisches_Konzert" title="4. Brandenburgisches Konzert">4. Brandenburgisches Konzert</a></i> von 1721 vorschreibt. In mehreren Quellen vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts werden „Echoflöten“ angegeben, ohne dass zweifelsfrei geklärt ist, um welche Instrumente es sich dabei handeln sollte. In einer Serenate von <a href="Giovanni_Bononcini" title="Giovanni Bononcini">Giovanni Bononcini</a> (<i>Il fiore delle Eroine</i>, 1704) werden beispielsweise zwei Flöten und zwei Echoflöten verlangt, die alle denselben Tonumfang besitzen. Die Echoflöten waren vorgesehen, um – vielleicht von außerhalb der Bühne – die melodischen Phrasen der Flöten zu wiederholen. In <a href="%C3%89tienne_Louli%C3%A9" title="Étienne Loulié">Étienne Louliés</a> musiktheoretischer Schrift <i>Éléments ou Principes de musique mis dans un nouvel ordre</i> (Paris, 1696) werden zwei Echoflöten erwähnt: die eine laut und die andere weich klingend. Hierbei könnte es sich um zwei miteinander verbundene Blockflöten gehandelt haben, wie sie wahrscheinlich auch der französische Blockflötist <a href="Jacques_Paisible" title="Jacques Paisible">Jacques Paisible</a> (um 1656–1721) verwendete, der bei seinen Konzerten in London zwischen ungefähr 1713 und 1718 mit einer „echo flute“ oder einer „small echo flute“ Aufmerksamkeit erregte.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die Methode, zwei Blockflöten zur selben Zeit zu spielen, war auch Paisables älterer Musikerkollege, der Violinist und Blockflötist James Banister (1662–1736) bekannt.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mehrere paarweise verbundene Blockflöten sind aus Privatsammlungen vom Anfang des 18. Jahrhunderts erhalten, unter anderem vom französischen Holzblasinstrumentenbauer <a href="Pierre_Jaillard_Bressan" title="Pierre Jaillard Bressan">Pierre Jaillard Bressan</a> (1663–1731) und vom Flötenmacher Johann Heitz (1673–1737) in Berlin. Ein weiteres Blockflötenpaar vom Ende des 18. Jahrhunderts eines unbekannten sächsischen Herstellers, das sich im <a href="Grassimuseum" title="Grassimuseum">Grassimuseum</a> in Leipzig befindet, ist durch einen Messingstreifen fest verbunden.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kontrovers diskutiert wurde der von Bach als <i>fiauto d’echo</i> bezeichnete Flötentyp. Der amerikanische Blockflötenexperte Dale Higbee (1925–2015) vertrat 1962 die Ansicht, Bach habe zwei übliche <a href="Blockfl%C3%B6te" title="Blockflöte">Blockflöten</a> in f<sup>1</sup>-Lage verlangt und sich mit diesem Ausdruck, der sonst nirgends in seinem Werk vorkommt, lediglich auf die Spielweise bezogen, woraus Higbee folgerte, es sei ein Antworten zwischen den Flöten, also ein musikalischer Echoeffekt, gemeint gewesen.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> „Echo“ hätte sich auch auf eine um eine Oktave höhere Blockflöte beziehen können.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bach komponierte das <i>4. Brandenburgische Konzert</i> zur selben Zeit, in der Paisible in London mit einer speziell konstruierten „Echoflöte“ Bekanntheit erlangte. Darauf macht der englische Musiker und Dirigent <a href="Thurston_Dart" title="Thurston Dart">Thurston Dart</a> (1960) aufmerksam. Bach könnte in Berlin von Neuerungen der Londoner Musikszene erfahren haben, und weil Bach ansonsten sprachlich genaue Angaben machte, sei die <i>fiauto d’echo</i> vermutlich weder eine Blockflöte noch eine Querflöte, sondern ein andersartiges Instrument gewesen.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>David Lasocki (1992) greift die Kontroverse<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der 1960er Jahre auf und vermutet, es müsse sich bei der Echoflöte entweder um eine bestimmte Tonlage einer üblichen Flöte oder um einen Echoeffekt, also um eine besondere Spielweise handeln, vielleicht seien auch im übertragenen Sinn die Blockflöten als melodischer Nachhall der Solo-Violine gemeint. Damit folgt Lasocki im Wesentlichen Higbee und widerspricht Dart. Von der mehrfach in Londoner Veranstaltungskalendern angekündigten „Echoflöte“ Paisibles sei nach dem Tod des Musikers 1721 nichts mehr zu lesen gewesen, auch habe man im Nachlass des Musikers keine Doppelflöte gefunden. Eine allbekannte Blockflöte wiederholt vor Konzerten als eine Besonderheit anzukündigen, erscheint Lasocki hingegen auch nicht wahrscheinlich, was für eine irgendwie modifizierte Blockflöte spricht. Einen als Hypothese formulierten Erklärungsversuch zur Frage, ob Paisibles Echoflöte eine herkömmliche oder eine modifizierte Blockflöte war, liefert Jeremy Montagu (1981). Er vermutet als Echoflöte eine Blockflöte mit einer speziellen Vorrichtung (etwa ein zusätzliches Daumenloch), die es erlaubt, in derselben Tonhöhe abwechselnd laut und leise zu spielen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> John Martin (1989) konkretisiert die besondere Ausführung mit der Vermutung, ein Londoner Flötenbauer habe eine laut und eine leise klingende Blockflöte verbunden und ein solches Instrument an Paisible verkauft. Dass Paisible mutmaßlich Blockflötenpaare spielte, wird durch zeitgenössische Quellen bestärkt und diese Spielweise könnte in Deutschland bekannt geworden sein.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Paisibles Echoflöte war möglicherweise kein singuläres Phänomen, sondern bereits in den 1690er Jahren in Frankreich unter dem Namen <i>flûte d’écho </i>bekannt. In <a href="%C3%89tienne_Louli%C3%A9" title="Étienne Loulié">Étienne Louliés</a> musiktheoretischer Schrift <i>Éléments ou Principes de musique mis dans un nouvel ordre</i> (Paris, 1696) heißt es, der Klang von zwei <i>flûtes d’écho</i> sei verschieden, nämlich laut oder weich. George Goebel (1995) schließt daraus, dass sich die Bezeichnung <i>flûtes d'écho</i> auf einen besonderen Typ einer Flöte beziehen müsse, denn es sei unwahrscheinlich, dass Loulié, um den Klangunterschied laut – weich zu verdeutlichen, als Beispiel ausgerechnet eine gewöhnliche Blockflöte mit den geringsten dynamischen Möglichkeiten aller Barockinstrumente gewählt habe. Paisible siedelte zwar 1673 nach England über, hielt sich aber zumindest 1693 eine Zeit lang in Frankreich auf und dürfte deshalb die französische <i>flûte d’écho</i> gekannt haben. Wie dieses Instrument aussah, sei damit nicht geklärt, so Goebel.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Echoflöte könnte aus zwei einzelnen, in einem gewissen Abstand durch Querstäbe verbundenen Spielröhren mit unterschiedlichen Klangeigenschaften bestanden haben, die der Musiker im Wechsel anblies. Diese Konstruktion gehört nicht eigentlich zu den Doppelflöten. Ein solches Exemplar aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wird im <a href="Museum_f%C3%BCr_Musikinstrumente_der_Universit%C3%A4t_Leipzig" class="mw-redirect" title="Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig">Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig</a> aufbewahrt.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für eine konzertante Verwendung dürfte ein solches Instrument unhandlich und nicht verwendbar gewesen sein, zumindest hätte sich der für das <i>4. Brandenburgische Konzert</i> erforderliche schnelle Wechsel zwischen den Flöten kaum durchführen lassen.
</p><p>Wenn Bachs Echoflöten eine besondere Bauform waren, dann erscheinen daher echte Doppelflöten mit zwei Bohrungen in einem Holzstück, die auf dieselbe Tonhöhe gestimmt sind, am wahrscheinlichsten. Eine entsprechende Doppelflöte ist auf einem Kupferstich von <a href="Christoph_Weigel_der_%C3%84ltere" title="Christoph Weigel der Ältere">Christoph Weigel</a> (<i>Der Pfeiffenmacher, Regensburg</i>) von 1698 abgebildet. <a href="Lorenzo_Alpert" title="Lorenzo Alpert">Lorenzo Alpert</a>, Fagottist im <a href="Concerto_K%C3%B6ln" title="Concerto Köln">Concerto Köln</a>, ließ eine solche Echoflöte mit getrennten Anblasöffnungen an einem breiten Schnabel und zwei Reihen von eng nebeneinander liegenden Grifflöchern bauen. Auf einer der beiden Labien ist ein Holzplättchen befestigt, das beim Wechsel auf diese Spielröhre bei gleichbleibendem Blasdruck für einen leiseren Klang sorgt.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 2014 führte das <i>Concerto Köln</i> mit zwei dieser experimentellen Echoflöten das <i>4. Brandenburgische Konzert</i> auf.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Balkan_und_Osteuropa">Balkan und Osteuropa</h3></div>
<p>Vokale Bordunmusik ist eine alte indoeuropäische Tradition.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Borduninstrumente werden bis heute in zahlreichen Formen vor allem in der <a href="Indische_Musik" title="Indische Musik">indischen</a>, ferner in der <a href="Arabische_Musik" title="Arabische Musik">arabischen</a> und <a href="Iranische_Musik" title="Iranische Musik">persischen Musik</a> verwendet, wo ein Bordunklang oder wenigstens ein tonales Zentrum die Grundlage bilden.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im europäischen Mittelalter gehörte der Bordun gleichermaßen zur weltlichen und geistlichen Vokal- und Instrumentalmusik: von der Sackpfeife bis zur <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a>. Bei den Südslawen haben sich in einigen Ländern auf dem <a href="Balkanhalbinsel" title="Balkanhalbinsel">Balkan</a> und in <a href="Osteuropa" title="Osteuropa">Osteuropa</a> mittelalterliche Spielweisen auf Doppelflöten in der Volksmusik erhalten.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben der Spielweise mit einer Melodie- und einer Bordunröhre sind bei einigen Doppelflöten auf dem Balkan zwei Melodieröhren in ihren Tonhöhen gegeneinander versetzt, sodass der Spieler konstante Intervalle produziert, wenn er mit beiden Händen die Fingerlöcher symmetrisch greift.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Kroatien" title="Kroatien">Kroatien</a> ist die Doppelflöte <i>sloškinja</i> (auch <i>teležnica</i>) ein typisches Borduninstrument mit sechs Grifflöchern in einer Spielröhre und keinen Grifflöchern in der anderen Röhre.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Katalog des <a href="Musikinstrumentenmuseum_(Br%C3%BCssel)" title="Musikinstrumentenmuseum (Brüssel)">Musikinstrumentenmuseums in Brüssel</a> von 1893 listet Victor-Charles Mahillon eine italienisch <i>zampogna a due bocche</i> („<a href="Zampogna" title="Zampogna">Zampogna</a> mit zwei Mündungen“, bosnisch <i>svardonitsa</i>) genannte flache Doppelflöte, bei der die Spielröhren bis zur Mitte in einem Holz vereint sind und in der unteren Hälfte zwei getrennte Röhren bilden. Die linke Spielröhre hat fünf und die rechte vier Grifflöcher.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein etwas größeres Instrument dieses Namens, das aber links nur drei und rechts vier Grifflöcher hat, beschreibt Curt Sachs (1908). Die drei unteren Grifflöcher beider Röhren sind ungefähr parallel. Bei geschlossenen Grifflöchern produziert die von einem bosnischen Hirten stammende Flöte den Grundton as<sup>1</sup>, beim Öffnen der vier Löcher rechts ergeben sich nacheinander die Töne b<sup>1</sup>, ces<sup>1</sup>, c<sup>2</sup> und des<sup>2</sup>. Durch <a href="%C3%9Cberblasen" title="Überblasen">Überblasen</a> lassen sich die zweiten, dritten und vierten <a href="Oberton" title="Oberton">Obertöne</a> hervorbringen. Sachs hält die ungewöhnliche Tonfolge der drei doppelt vorhandenen unteren Grifflöcher für das Relikt eines sehr alten europäischen Tonsystems und das vierte obere Griffloch rechts für hinzugefügt, um eine <a href="Diatonik" title="Diatonik">diatonische</a> Folge in <a href="Des-Dur" title="Des-Dur">Des-Dur</a> und <a href="Ges-Dur" title="Ges-Dur">Ges-Dur</a> zu erhalten.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>dvojnice</i>, die auch <i>diple</i> („die Doppelte“) genannt wird (ansonsten steht <i><a href="Diple" title="Diple">diple</a></i> für ein gedoppeltes Rohrblattinstrument oder eine Sackpfeife), besteht aus zwei Spielröhren in einem Holzstück, das sich bei manchen Exemplaren nach unten etwas verbreitert. Die rechte Röhre hat allgemein in Kroatien ein Griffloch mehr (vier oder fünf) als die linke (drei oder vier).<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <i>dvojnice</i> wird zur Gesangsbegleitung verwendet. In <a href="Dalmatien" title="Dalmatien">Dalmatien</a>, West<a href="Serbien" title="Serbien">serbien</a>, <a href="Okrug_%C5%A0umadija" title="Okrug Šumadija">Šumadija</a> und <a href="Bosnien_und_Herzegowina" title="Bosnien und Herzegowina">Bosnien-Herzegowina</a> sind vier bzw. fünf Grifflöcher üblich, in Ostserbien entspricht die Doppelflöte der <i>sloškinja</i>.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Region Herzegowina heißt diese Doppelflöte <i>dvogrle</i>.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wird meist mit parallelen Fingerpositionen gespielt, um Tonfolgen in <a href="Sekunde_(Musik)" title="Sekunde (Musik)">Sekund</a>-Zweiklängen zu produzieren, oder es wird mit einer Spielröhre die Melodie der anderen ausgeschmückt. In Kroatien sind auch Flöten mit drei und vier Spielröhren bekannt. Die <i>troynice</i> hat vier Fingerlöcher in der rechten Spielröhre, drei in der mittleren und keines in der Bordunröhre auf der rechten Seite.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<p>In <a href="Albanien" title="Albanien">Albanien</a> kommt die Doppelflöte <i>cula-diare</i> (auch <i>curle dyjare</i>) nur in der südwestlichen Region <a href="Lab%C3%ABria" title="Labëria">Labëria</a> vor, die für ihren <a href="Iso-Polyphonie" title="Iso-Polyphonie">iso-polyphonen</a> Gesangsstil mit einer tiefen Bordunstimme bekannt ist.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der <a href="Slowakei" title="Slowakei">Slowakei</a> besteht die Doppelflöte <i><a href="Dvoja%C4%8Dka" title="Dvojačka">dvojačka</a></i> im Zentrum des Landes aus einer durchschnittlich 43 Zentimeter langen Hirtenflöte mit sechs Fingerlöchern und einer mit dieser verbundenen, gleich langen Flöte ohne Fingerlöcher, die der grifflochlosen Obertonflöte <i><a href="Koncovka" title="Koncovka">koncovka</a></i> entspricht. Beim etwas kürzeren nordslowakischen Typ der Doppelflöten sind bei der entsprechenden Zahl von Fingerlöchern beide Röhren in ein Holzstück gebohrt. Durch das gleichzeitige Anblasen von zwei Röhren sind die spieltechnischen Möglichkeiten bei der Erzeugung der <a href="Oberton" title="Oberton">Obertöne</a> eingeschränkt. Die <i>dvojačka</i> gehört traditionell zum Instrumentarium der Hirten, die sie solistisch zur eigenen Unterhaltung spielen.
</p><p>Charakteristisch für die slowakische Volksmusik ist die lange, senkrecht gehaltene Kernspaltflöte <i><a href="Fujara" title="Fujara">fujara</a></i>. Eine besondere Bauform ist die <i>fujara-dvojka</i> („Fujara-Zweier“) oder <i>dvojitá fujara</i> („Doppel-Fujara“), die in zwei Varianten hergestellt wird: aus zwei gleich langen Spielröhren, die mit Messingblech und Hautstreifen verbunden werden, und aus einem Holzstück, bei dem die beiden Röhren durch eine Einkerbung in der Mitte angedeutet sind. Eine Röhre der <i>fujara-dvojka</i> besitzt drei Grifflöcher, die andere ist grifflochlos.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i><a href="Dwojanka" title="Dwojanka">dwojanka</a></i> der <a href="Bulgarische_Volksmusik" title="Bulgarische Volksmusik">bulgarischen Volksmusik</a> ist namentlich mit der slowakischen <i>dvojačka</i> verwandt. Sie wird hauptsächlich im Westen und Südwesten des Landes in den Gebieten der <a href="Rhodopen" title="Rhodopen">Rhodopen</a> gespielt, in denen eine zweistimmige Gesangstradition gepflegt wird. Die Spielröhre mit sechs Fingerlöchern und die Bordunröhre mit einem seitlichen Fingerloch werden meist aus einem Holzstück angefertigt. Mit der traditionellen Schäferflöte werden unter anderem Reihentänze begleitet.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i><a href="Dwodenziwka" title="Dwodenziwka">dwodenziwka</a></i> gehört zur Gruppe der <a href="Ukraine" title="Ukraine">ukrainischen</a> Kernspaltflöten <i><a href="Sopilka" title="Sopilka">sopilka</a></i> und wird aus einem Holzstück angefertigt. Sie besitzt entweder zwei Spielröhren mit vier Fingerlöchern und drei Fingerlöchern oder eine Spielröhre mit fünf Fingerlöchern und eine Bordunröhre ohne Löcher.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i><a href="Fluier" title="Fluier">fluier</a> gemănat</i> in <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">Rumänien</a> besteht meist aus einem Holzstück, gelegentlich werden zwei hölzerne Röhren parallel zusammengeleimt. Üblich sind Spielröhren mit sechs Fingerlöchern und Bordunröhren ohne oder mit einem Fingerloch.
</p><p>In <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a> ist die <i>kettősfurulya</i> oder <i>ikerfurulya</i> („Doppel“- oder „Zwillingsflöte“) eine Mitte des 20. Jahrhunderts sehr selten gewordene Doppelflöte, die wie die einfache Kernspaltflöte <i><a href="Furulya" title="Furulya">furulya</a></i> gespielt wird. Die Spielröhre hat sechs Fingerlöcher, die Bordunpfeife keine.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der süd<a href="Polen" title="Polen">polnischen</a> Bergregion der <a href="Karpaten" title="Karpaten">Karpaten</a> kommt eine gedoppelte Kernspaltflöte vor, die wie die einzelne Kernspaltflöte <i>piszczałka</i> genannt wird. Ebenso stehen die russischen Bezeichnungen<i>swirel, dwoinitsa</i> und <i>dwoitschatka</i> für einfache Kernspaltflöten und im Westen Russlands für seltene Doppelflöten, bei denen die beiden separaten und unterschiedlich langen Spielröhren in einem spitzen Winkel zueinander geblasen werden. Die beiden Röhren haben traditionell jeweils zwei Grifflöcher an der Oberseite und ein Daumenloch, heutige Flöten können weitere Grifflöcher besitzen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der allgemeine Name für Kernspaltflöten im nordöstlichen Europa ist <i><a href="Dudka_(Fl%C3%B6te)" title="Dudka (Flöte)">dudka</a></i>.
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Südasien"><span id="S.C3.BCdasien"></span>Südasien</h3></div>
<p>Doppelflöten sind in unterschiedlichen Formen im nördlichen <a href="S%C3%BCdasien" title="Südasien">Südasien</a> verbreitet. In der pakistanischen Provinz <a href="Sindh" title="Sindh">Sindh</a> und im <a href="Punjab" title="Punjab">Punjab</a> sind Doppelflöten traditionell Hirteninstrumente und kommen darüber hinaus in der Volksmusik vor. Die <i><a href="Alghoza" title="Alghoza">alghoza</a></i> ist eine Doppelkernspaltflöte aus zwei separaten Bambusröhren, die in einem spitzen Winkel angeblasen werden. Die Melodie wird auf beiden Röhren gespielt, manchmal dient eine als Bordun. Im indischen Bundesstaat <a href="Rajasthan" title="Rajasthan">Rajasthan</a> wird die Kombination aus Melodie- und Bordunröhre <i>satara</i> genannt.
</p><p>Die entsprechende <i><a href="Doneli" title="Doneli">doneli</a></i> der pakistanischen Provinz <a href="Belutschistan_(Pakistan)" title="Belutschistan (Pakistan)">Belutschistan</a> mit sieben Fingerlöchern im rechten Melodierohr und acht Stimmlöchern im linken Bordunrohr wird neben der Unterhaltungsmusik auch bei Besessenheitsritualen und in der religiösen Musik der <a href="Sufismus" title="Sufismus">Sufis</a> gespielt. Bei der Bordunröhre werden alle Löcher bis auf eines mit Wachs verschlossen.
</p><p>Die <i>pavo</i> in <a href="Gujarat" title="Gujarat">Gujarat</a> besteht aus zwei Bambusröhren, die etwa 27 Zentimeter lang sind. Die Melodieröhre hat sieben Fingerlöcher und ein Daumenloch, die Bordunröhre hat ein Loch. Die <i>pava</i> (oder <i>binum</i>) im Sindh besteht rechts („weibliche“ Seite) aus einer Melodieröhre mit zwölf Löchern, von denen nur die oberen sechs gegriffen werden, und links („männliche“ Seite) aus einer Bordunröhre mit acht Stimmlöchern.
</p><p>Die <i>jore pavo</i> („paarweise <i>pavo</i>“), die von Viehzüchtern auf der zu Gujarat gehörenden Halbinsel <a href="Kathiawar" title="Kathiawar">Kathiawar</a> gespielt wird, besteht aus zwei Röhren aus Holz oder Bambus mit jeweils vier Fingerlöchern an den äußeren Enden, die an den inneren Enden über ein Metallröhrchen verbunden sind. An diesem Röhrchen zweigt ein kurzes Mundstück ab, von dem die Luft zu Kerben an den beiden Spielröhren geleitet wird. Andere Namen in Gujarat sind <i>venu, veno, vanso</i> (<a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a> für „Bambusflöte“) und <i>piho</i> oder <i>pisvo</i>.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Bundesstaat <a href="Maharashtra" title="Maharashtra">Maharashtra</a> heißt diese mittig angeblasene Querflöte <i><a href="Surpava" title="Surpava">surpava</a></i>. Die aus einem 60 bis 70 Zentimeter langen Bambusrohr bestehende <i>surpava</i> wird senkrecht gespielt. Nur die Grifflöcher der unteren Röhrenhälfte werden zur Melodiebildung benutzt, während die obere Hälfte einen Bordunton produziert. Curt Sachs (1928) bezeichnet diesen Querflötentyp mit einer in der Mitte durchgängig offenen Röhre als „Mittlochflöten“ und unterscheidet sie von den „Doppelquerflöten“, bei denen ein Wachstumsknoten das Rohr in der Mitte in zwei Kammern von leicht unterschiedlicher Länge trennt und dessen Hälften abwechselnd von der Mitte aus angeblasen werden.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pazifik,_Indonesien"><span id="Pazifik.2C_Indonesien"></span>Pazifik, Indonesien</h3></div>
<p>Auf der zu <a href="Vanuatu" title="Vanuatu">Vanuatu</a> gehörenden <a href="Pentecost-Insel" title="Pentecost-Insel">Pentecost-Insel</a> im Pazifik gab es eine <i>bua warue</i> („Doppelflöte“) genannte Bambusröhre, die einer einfachen Form der <i>surpava</i> entspricht. An der zwei <a href="Internodium_(Botanik)" title="Internodium (Botanik)">Internodien</a> langen, dünnen Bambusröhre sind seitlich dicht neben dem mittleren Wachstumsknoten zwei Löcher angebracht. Der Musiker nimmt diese Stelle an den Mund und bläst gleichzeitig in beide Löcher oder abwechselnd in eines hinein, wobei der Trennsteg des Wachstumsknotens dafür sorgt, dass die Luft auf beide Röhrenhälften verteilt wird. An den geschlossenen Enden befindet sich jeweils oben und unten ein Fingerloch. Der Musiker hält die Flöte horizontal an den Enden und überdeckt dabei abwechselnd die Fingerlöcher. Das leise klingende Instrument wurde auch <i>bao bolbol, bao melau</i> oder <i>bao lusur</i> genannt.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erstmals berichtete <a href="Felix_Speiser" title="Felix Speiser">Felix Speiser</a>, der 1910 bis 1912 eine Expedition auf die <a href="Neue_Hebriden" title="Neue Hebriden">Neuen Hebriden</a> unternahm, über diese Doppelquerflöte, die er auf den Inseln <a href="Ambrym" title="Ambrym">Ambrym</a> und <a href="Ambae" title="Ambae">Ambae</a> vorfand.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Arthur Christopher Moule (1908) berichtet von einer 45 Zentimeter langen Doppelquerflöte (<i>chih</i>) in China, die ungefähr auf einem Drittel ihrer Länge angeblasen wurde. Fünf Fingerlöcher befanden sich auf der langen Seite und ein Fingerloch war am Ende der kurzen Seite angebracht.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kunz Dittmer (1950) nimmt die seltene Doppelquerflöte zum Anlass, um eine eigene Hypothese zum Ursprung der Kernspaltflöte aufzustellen, die in Südostasien entstanden sei. Aus der Doppelquerflöte habe sich durch zufälliges teilweises Überdecken der Anblaslöcher als Zwischenstufe eine Bandflöte (vom Typus der javanischen <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> oder der burmesischen <i><a href="Palwei" title="Palwei">palwei</a></i>) und daraus die Kernspaltflöte ergeben.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auf der indonesischen Insel <a href="Flores_(Indonesien)" title="Flores (Indonesien)">Flores</a> heißen Bambusflöten mit Innenkernspalt <i>foi</i>, während <i>feko</i> den javanischen Flöten <i><a href="Suling" title="Suling">suling</a></i> mit Außenkernspalt entsprechen. Die <i>foi (woi) doa</i> der Nagé und die <i>foi kedi</i> der <a href="Ngada" title="Ngada">Ngada</a> (Ethnien in Zentralflores) bestehen aus zwei Flöten, die mit 25 bis 32 Zentimetern gleich lang sind und drei Fingerlöcher besitzen. Sie werden in einem spitzen Winkel zueinander gehalten. Es gibt eine Variante dieses Flötentyps und speziell im Dorf Malasera die Dreifachflöte <i>foi dogo</i> („Dreifach-<i>foi</i>“), bei der über eine mittlere Bordunpfeife an beiden Seiten angebrachte Melodieröhren mit Luft versorgt werden.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die seitlichen Flöten sind oben geschlossen und erhalten Blasluft über ein von der mittleren Flöte ausgehendes Querröhrchen. Alle drei Flötenröhren sind etwa zehn Zentimeter unterhalb auf gleicher Höhe durch einen Wachstumsknoten verschlossen, sodass die Teile darüber eine Windkammer bilden. An den Wachstumsknoten werden die Luftschwingungen nach dem Prinzip der <a href="Suling#Bauform_und_Spielweise" title="Suling">Bandflöten</a> gebildet.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Distrikt Tanjung Bunga in Ostflores besitzt das ähnliche Flötenpaar <i>sason rurén</i> (kurz <i>rurén</i>) eine mythische Bedeutung. Die <i>rurén</i> ist in mehreren Erzählungen und Liedern mit Trennung, Verlust und gewaltsamem Tod verbunden.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Über einfache Doppelkerbflöten in <a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a>, die aus zwei unterschiedlich langen und mit Fasern verbundenen Pflanzenröhren bestehen, wie sie auch bei der Längsflöte <i><a href="Igemfe" title="Igemfe">igemfe</a></i> verwendet wurden, berichtet <a href="Percival_R._Kirby" title="Percival R. Kirby">Percival R. Kirby</a> (1934). Sie stellten Nachbildungen europäischer „Polizei“-Pfeifen dar.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Amerika">Amerika</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Mesoamerika">Mesoamerika</h4></div>
<p>Zu den archäologischen Funden in <a href="Mexiko" title="Mexiko">Mexiko</a> gehören mehrere Arten von Kerbflöten und Endkantenflöten aus Ton, Knochen, Pflanzenrohr und Metall. Aus der vorklassischen Zeit, etwa 500 v. Chr., stammen Doppel<a href="Gef%C3%A4%C3%9Ffl%C3%B6te" title="Gefäßflöte">gefäßflöten</a> in Menschen- oder Tiergestalt, die in <a href="Tlatilco" title="Tlatilco">Tlatilco</a> im <a href="Tal_von_Mexiko" title="Tal von Mexiko">Tal von Mexiko</a> gefunden wurden. Bei einem etwa 15 Zentimeter hohen, menschlichen Figurenpaar wird durch den Kopf eingeblasen und die Luft produziert beim Entweichen durch Öffnungen in den Beinstummeln zwei Töne in einem Sekundintervall. Ein vierbeiniges, tiergestaltiges Exemplar von 9,5 Zentimetern Höhe bringt die Töne es<sup>2</sup> und f<sup>2</sup> hervor.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus dem westlichen Mexiko (Bundesstaat <a href="Jalisco" title="Jalisco">Jalisco</a>) sind um die Zeitenwende gefertigte Doppelflöten mit Schnabel und einer einfach gestalteten dickwandigen Tonröhre erhalten. Dickwandig und vermutlich als Massenware hergestellt wurden auch um 300 n. Chr. datierte Doppelflöten aus dem dortigen Bundesstaat <a href="Colima_(Bundesstaat)" title="Colima (Bundesstaat)">Colima</a>. Die Kerben der beiden Tonröhren mit jeweils vier Fingerlöchern wurden über einen sich verjüngenden Schnabel angeblasen. Wie die Doppelflöten gespielt wurden, zeigen zwei Tonfigur aus Jalisco (Zeitenwende und um 300 n. Chr.). Die Musiker stehen breitbeinig und halten die Flöte mit angewinkelten Armen schräg nach unten und etwas zur Seite.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus <a href="Teotihuac%C3%A1n" title="Teotihuacán">Teotihuacán</a> sind Dreifach- und Vierfachflöten erhalten, die in das 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. datiert werden und ungefähre Terzintervalle produzierten. Noch aus vorkolumbianischer Zeit stammt eine Doppelflöte mit der gleichen Position der Fingerlöcher an beiden Röhren. Sie könnte als laut tönendes Signalinstrument verwendet worden sein.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine um 500 n. Chr. datierte Darstellung eines Doppelflötenspielers im Colima-Stil (um 300–800 n. Chr.) von Nordwestmexiko ist eine 38 Zentimeter hohe Tonfigur. Der Musiker hält die Doppelflöte mit je vier Grifflöchern nahezu waagrecht mit beiden Händen. Weitere Musikerfiguren aus Ton im Colima-Stil mit Längsflöten, Panflöten, <a href="Rassel" title="Rassel">Rasseln</a> und Trommeln belegen eine vielfältige Musikkultur in dieser Zeit. Dem Colima-Stil zugerechnete Funde von Kernspaltdoppelflöten mit gemeinsamer Anblasöffnung bestehen typischerweise aus schwarzgefärbtem Ton und besitzen vier parallele Grifflöcher in jeder Röhre, weshalb sie für eine Art Serienanfertigung gehalten werden. Ein 28 Zentimeter langes Exemplar mit durchgängig verbundenen Röhren kann die Töne f<sup>1</sup>, e<sup>1</sup>, dis<sup>1</sup>, d<sup>1</sup> und cis<sup>1</sup> produzieren. Eine besondere Doppelflöte derselben Region, deren Röhren getrennte Anblasöffnungen haben und nur im oberen und unteren Bereich verbunden sind, erzeugt bei gleicher Röhrenlänge unterschiedliche Tonfolgen. Wenn alle Grifflöcher geschlossen sind, ist als Intervall eine große Sekunde b<sup>2</sup> (rechts) – c<sup>3</sup> (links) zu hören. Die deutlichen Klangunterschiede beider Röhren verstärken die Einschätzung, es müsse beabsichtigte Formen von Mehrstimmigkeit gegeben haben.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Aus mehreren <a href="Mesoamerika" title="Mesoamerika">mesoamerikanischen</a> Kulturen wurden eine Vielzahl von hoch klingenden Doppelflöten gefunden. Möglich ist, dass ihr besonderes Klangbild dazu diente, psychoakustische Effekte auszulösen, die vielleicht als die Stimme einer Gottheit aufgefasst wurden.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um 500 n. Chr. wird eine Doppelflöte von der <a href="Golf_von_Mexiko" title="Golf von Mexiko">Golfküste Mexikos</a> datiert, bei der die Tonhöhe durch im Innern der beiden, in einem spitzen Winkel verbundenen Röhren eingeschlossene bewegliche Tonkugeln variiert wird. Wird das von oben eingeblasene und waagrecht gehaltene Instrument seitwärts geneigt, so verändern die zur Seite rollenden Kugeln die Längen der Luftsäulen, wodurch zwei Heultöne entstehen.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Südamerika"><span id="S.C3.BCdamerika"></span>Südamerika</h4></div>
<p>Aus der archäologischen Stätte <a href="Chav%C3%ADn_de_Hu%C3%A1ntar" title="Chavín de Huántar">Chavín de Huántar</a> in <a href="Peru" title="Peru">Peru</a> stammt eine um 400 v. Chr. entstandene, 17,5 Zentimeter hohe Tonfigur eines Doppelflötenspielers. Bei der annähernd zylindrischen Hohlfigur erscheinen Gesichtszüge, Flöte und angewinkelte Arme als Flachrelief und sind wie die Kleidung durch eingeritzte Linien angedeutet. An den beiden Flötenrohren sind in ganzer Länge Fingerlöcher erkennbar. Diese Figur belegt die Existenz von Doppelflöten in der Chavín-Kultur, die im Original nicht erhalten sind.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Chavín war eine bedeutende Prä-Inka-Kultur im 1. Jahrtausend v. Chr. und verwendete vor allem <a href="Schneckenhorn" title="Schneckenhorn">Schneckenhörner</a> als rituelle Blasinstrumente.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nordamerika">Nordamerika</h4></div>
<p>In einem spitzen Winkel verbundene, gedoppelte Kernspaltflöten aus Holz oder Bambus gehören in den Vereinigten Staaten zu den <i>Native American flutes</i>. Die von mehreren nordamerikanischen Indianervölkern gespielten „<a href="Indianerfl%C3%B6te" title="Indianerflöte">Indianerflöten</a>“ haben eigene Namen in den jeweiligen Sprachen. Indianische Kernspaltflöten sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt und werden heute auch in unterschiedlichen populären Musikstilen verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rohrblattinstrumente">Rohrblattinstrumente</h2></div>
<p>Zu den gedoppelten Einfachrohrblattinstrumenten („Doppelklarinetten“, englisch <i> double clarinet</i>, französisch <i>double chalumeau</i>) oder gedoppelten <a href="Rohrpfeife" title="Rohrpfeife">Rohrpfeifen</a>, die manchmal fälschlich als „Doppelflöten“ bezeichnet werden, gehören:
</p>
<ul><li><i><a href="Alboka" title="Alboka">Alboka</a></i> im Baskenland</li>
<li><i><a href="Arghul" title="Arghul">Arghul</a></i> in Ägypten</li>
<li><i>Çifte</i> (türkisch „gedoppelt“), auch <i>çifte <a href="Kaval" title="Kaval">kaval</a></i> oder <i>çifte düdük</i> in der Türkei</li>
<li><i>Gosho <a href="Dilli_t%C3%BC%C3%BDd%C3%BCk" title="Dilli tüýdük">dilli tüýdük</a></i> der Turkmenen</li>
<li><i><a href="Midschwiz" title="Midschwiz">Midschwiz</a></i> in der Levante</li>
<li><i>Qoshnay</i> in der <a href="Tadschikische_Musik" title="Tadschikische Musik">tadschikischen Musik</a></li>
<li><i><a href="Zummara" title="Zummara">Zummara</a></i> vor allem in Ägypten, Nordafrika und Irak</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Sibyl_Marcuse" title="Sibyl Marcuse">Sibyl Marcuse</a>: <i>A Survey of Musical Instruments</i>. Harper & Row, New York 1975</li>
<li><a href="Hermann_Alexander_Moeck" title="Hermann Alexander Moeck">Hermann Moeck</a>: <i>Ursprung und Tradition der Kernspaltflöten der europäischen Folklore und die Herkunft der musikgeschichtlichen Kernspaltflötentypen.</i> (Dissertation) Georg-August-Universität zu Göttingen, 1951. Nachdruck: Moeck, Celle 1996</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Double_fipple_flutes?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Doppelflöte</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Beispielsweise in: <a href="Karl_von_Jan" title="Karl von Jan">Karl von Jan</a>: <i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/RE:Aulos_4" class="extiw external" title="s:RE:Aulos 4">Aulos 4</a>.</i> In: <i><a href="Paulys_Realencyclop%C3%A4die_der_classischen_Altertumswissenschaft" title="Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft">Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft</a></i> (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 2416–2422.; beklagt häufige Falschübersetzung: J. V. S. Megaw: <i>The Earliest Musical Instruments in Europe.</i> In: <i>Archaeology,</i> Bd. 21, Nr. 2, April 1968, S. 124–132, hier S. 130</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Hermann Moeck, 1951, S. 71</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Hermann Moeck, 1951, S. 45</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Helmut Brand: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.musikarchaeologie.de/altgriechische_musikinstrumente.html#Kykladen"><i>Altgriechische Musikinstrumente. Ein kurzer Überblick.</i></a> musikarchaeologie.de</span>
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</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Joan R. Mertens: <i>Some Long Thoughts on Early Cycladic Sculpture.</i> In: <i>Metropolitan Museum Journal,</i> Bd. 33, 1998, S. 7–22, hier S. 17</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Hermann Moeck, 1951, S. 53, 73</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Subhi Anwar Rashid: <i>Mesopotamien.</i> (Werner Bachmann (Hrsg.): <i>Musikgeschichte in Bildern</i>. Band II:<i> Musik des Altertums.</i> Lieferung 2) Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1984, S. 22, 94</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Subhi Anwar Rashid, 1984, S. 142, 158</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Karl_von_Jan" title="Karl von Jan">Karl von Jan</a>: <i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/RE:Auletik" class="extiw external" title="s:RE:Auletik">Auletik</a>.</i> In: <i><a href="Paulys_Realencyclop%C3%A4die_der_classischen_Altertumswissenschaft" title="Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft">Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft</a></i> (RE). Band II,2, Stuttgart 1896, Sp. 2403–2409.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Edward Buhle: <i>Die musikalischen Instrumente in den Miniaturen des frühen Mittelalters. Ein Beitrag zur Geschichte der Musikinstrumente. I. Die Blasininstrumente.</i> Breitkopf & Härtel, Leipzig 1903, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_a78xAAAAMAAJ/page/n45">S. 37</a></span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Abgebildet in Manfred H. Harras: <i>Blockflöte. V. Geschichte der Blockflöte. 1. Mittelalter</i>. In: <i>MGG Online,</i> November 2014 (<i>Musik in Geschichte und Gegenwart,</i> 1994)</span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Eine kommentierte Literaturliste hierzu in: Richard W. Griscom, David Lasocki: <i>The Recorder. A Research and Information Guide.</i> 3. Auflage. Routledge, London 2012, S. 428–432</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Jeremy Montagu: <i>What Was the Flauto d’Echo?</i> In: <i>FoMRHI Quarterly,</i> Nr. 23, April 1981, S. 20f</span>
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<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">David Lasocki: <i>Paisible’s Echo Flute, Bononcini's Flauti Eco, and Bach’s Fiauti d’Echo.</i> In: <i>The Galpin Society Journal</i>, Band 45, März 1992, S. 59–66, hier S. 62f</span>
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20181115035129/http://www.gajde.com/instrumenti/dvojnice/"><i>Dvojnice.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.gajde.com%2Finstrumenti%2Fdvojnice%2F">Originals</a></span> vom 15. November 2018 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.gajde.com/instrumenti/dvojnice/">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.gajde.com/instrumenti/dvojnice/">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.gajde.com</span> Hrvatske tradicijska glazbala (kroatisch)</span>
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